In Magdeburg ist richtig was los! – Das war unser Resümee nach unserem Besuch beim Arbeiter-Samariter-Bund Magdeburg. Doch alles der Reihe nach. Um 6.45 Uhr kontrollierten Sophia, Rettungsassistentin und Medizinstudentin im 6. Semester, und Matthias, seit 15 Jahren Rettungssanitäter, ihren TIGS Europa auf Vollständigkeit und Funktionalität. “Wir müssen erfahrungsgemäß hier in Magdeburg auf einen langen Tag vorbereitet sein”, so Matthias. Demnach war es auch nicht verwunderlich, dass uns der erste Notruf gleich nach der Übergabe erreichte. Ein 74- jähriger Mann litt unter Atemnot und Schmerzen in der Brust. Vor Ort konnte Matthias feststellen, dass der Patient orientiert ist und auf laute Ansprache reagiert. Sophia erstellte ein 12-Kanal-EKG, äußerte den Verdacht auf einen Herzinfarkt und entschied den Transport in das Universitätsklinikum Magdeburg. Der Weg aus dem Mehrfamilienhaus zum TIGIS war jedoch etwas beschwerlich, so dass als erstes das Tragetuch zum Einsatz kam, bevor wir die elektrische Trage nutzen konnten. Kaum war unser Patient in der Notaufnahme angekommen, erreichte uns der zweite Notruf – Eine 92-jährige Frau mit Kreislaufproblemen. Sophia befestigte schnell den Defibrilator an der AM-Gerätehaltung und schon ging es weiter. Bei der Patientin angekommen, stellten Sophia und Mathias schnell die Ursache für die Kreislaufprobleme fest. Unterzuckert! “Kein Problem, in wenigen Minuten ist sie wieder bei uns”, sagte Matthias und verabreichte der Patientin intravenös Glucose. Matthias sollte zum Glück recht behalten. Nach 10 Minuten erzählte die ältere Dame wie ein Wasserfall.

Unser nächster Einsatz-(befehl) war auch für die Rettungssanitäter neu, denn dieser erreichte die Leitstelle von der Bundeswehr. Eine zuverlässige Soldatin wird seit 10 Tagen vermisst. Mit Hilfe der Feuerwehr soll die Wohnung aufgemacht werden, um zu schauen ob sich die Vermisste darin befindet. Über den Balkon, durch das Fenster verschaffte sich die Feuerwehr Zugang. Nach wenigen Minuten schallte es über den Balkon: “Die Wohnung ist leer!”. Merklich erleichtert keine leblose Person in der Wohnung gefunden zu haben, war dieser Einsatz für alle Beteiligten beendet. Den Augenblick Zeit nutzte der Einsatzleiter der Feuerwehr um einen Blick in den TIGIS Europa zu werfen. “Dieses Platzangebot und diese Ausrüstung wünschte ich mir für die Feuerwehr auch”, sagt der Feuerwehrmann etwas wehmütig. Unser vierter Einsatz verschlug uns in einen Garten, in dem sich ein junger Mann beim Holzhacken leicht verletzte. Ein Metallsplitter hatte sich tief in den Oberarm gebohrt. Bei unserem fünften Einsatz erlebten wir wieder Kreislaufprobleme. Allerdings war dieses Mal der Patientin nicht so schnell zu helfen. Sie hatte vor wenigen Tagen einen sehr starken Sturz auf den Steiß und konnte nicht aufstehen. Ihr Sohn fand sie sitzend im Sessel. Um die Patientin auch sitzend transportieren zu können, holte Matthias den Tragestuhl aus dem TIGIS Europa. Mit Hilfe des Ambulanz Mobile Unterflur-Lifts LRA 260 konnte die Patientin samt Tragestuhl leicht in den TIGIS Europa gehoben werden. Am Universitätsklinikum angekommen, ergab sich ein ungeahntes Bild – Alle Plätze an der Notaufnahme sind belegt. Alle Fahrzeuge sind von der Ambulanz Mobile.

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