30 Jahre Ambulanz Mobile GmbH & Co. KG

  1. Informationen zur Person: Hans-Jürgen Schwarz | CEO | 30 Jahre Ambulanz Mobile
  2. 3 Attribute: Visionär | Kinderbuchautor | Heimatverbunden
  3. Herr Schwarz, Sie sind der CEO von Ambulanz Mobile und seit der Gründung im Jahr 1991 dabei. Vieles hat sich inzwischen geändert. Können Sie sich noch erinnern wie alles vor 30 Jahren begann?
    Ambulanz Mobile wurde zur Zeit der Wende gegründet. Die deutsche Einheit war neun Monate alt. Das alte Traktorenwerk, welches mein früherer Arbeitgeber war, gab es in dieser Form nicht mehr. Mit meinen zwei ehemaligen Partnern haben wir dann in einer alten Halle eine Firma mit insgesamt sechs Personen gegründet. Es gab zu dieser Zeit kein Produkt, keinen Markt und keine Kunden. Wir hatten jedoch eine Vision – wir wollten die jahrzehntelange Tradition des Fahrzeugbaus weiter fortsetzen. Es war damals eine spannende Zeit, da alles neu gelernt werden musste, was die Führung eines Unternehmens betrifft, zum Beispiel auch die Buchführung.
  4. Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit am meisten Spaß?
    Da kann ich zwei Dinge sofort nennen: zum einen sind das die neuen Produkte, die mir ständig im Kopf schwirren. Zum Beispiel haben wir mit der Einführung der HORNIS-Baureihe im Jahr 2004 das äußere Erscheinungsbild von Krankentransportwagen markant verändert und damit indirekt auch die Branche beeinflusst.Zum anderen die Entwicklung der verschiedenen Mitarbeiter, die sich im Laufe der Jahre zu Persönlichkeiten entwickelt haben. Das sind unter anderem Menschen, die 1996 ihre Ausbildung bei uns begonnen haben und heute hervorragende Arbeit abliefern, immer unter dem Aspekt „bei Ambulanz Mobile wird es nie langweilig“.
  5. Im Jahr 2011 feierte Ambulanz Mobile das 20-jährige Jubiläum, wie wurde damals dieses runde Jubiläum begangen?
    Im Jahr 2011 haben wir auf dem Gelände von Ambulanz Mobile mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie deren Familien ein großes Sommerfest gefeiert. Es wurde ein großes Festzelt aufgebaut, auch viele Kunden, die uns über 20 Jahre Treue gehalten hatten, sowie unsere ausländischen Partner und Kunden waren anwesend. Verbunden war die Feierlichkeit mit der Präsentation unseres ersten Koffers, dem „Ur-TIGIS“. Ich erinnere mich gerne an diese sehr gelungene Veranstaltung zurück. Leider ist es uns in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich, ein solches Sommerfest anlässlich unseres 30. Firmenjubiläums zu veranstalten.
  6. Wie hat sich die Branche in den letzten 30 Jahren verändert?
    Im KMP-Bereich ist der Wettbewerb stabil, ganz anders hingegen bei den Ambulanzfahrzeugen. In den letzten Jahren sind sowohl im Inland als auch im Ausland mehr Wettbewerber in den Markt eingetreten. Leider drückt sich das auch im Preiskampf aus. Der Preis sollte aus unserer Sicht nicht das alleinige Kriterium sein, welches zur Kaufentscheidung führt, sondern das, was das Fahrzeug bietet. Nachhaltigkeit – eine der drei Säulen von Ambulanz Mobile ist – sollte deutlich mehr Beachtung geschenkt werden.
  1. Seit mehr als 30 Jahren hat Ambulanz Mobile seinen Sitz in Schönebeck an der Elbe, haben Sie nicht schon mal über einen Standortwechsel nachgedacht?
    Um ehrlich zu sein: ja, aber jeder Unternehmer überlegt, wie er möglicherweise Ressourcen effizienter nutzen kann und näher an Kunden sein könnte. So wollen wir unsere Tochterfirma in Österreich, Ambulanz Mobile Austria, weiter ausbauen. Nach langen Überlegungen haben wir uns dazu entschieden, den Standort Schönebeck weiter auszubauen. Für das kommende Jahr ist eine größere Investition in ein Technologiezentrum für neue Verfahren und Materialien geplant.
  2. Welches war Ihr bisher schönstes Erlebnis in Verbindung mit Ambulanz Mobile?
    Da fallen mir spontan zwei Dinge ein: In meiner Freizeit schreibe ich leidenschaftlich gerne Kinderbücher, u.a. über den Rettungsdienst und seine Wichtigkeit. Bei einer Vorlesung in der Grundschule vor 42 Kindern habe ich mich tatsächlich verlesen. Die Kinder, welche alle mit einem Buch ausgestattet waren, haben mich deutlich auf meine Fehler hingewiesen. Beim letzten Familien-Sommerfest in unserer Firma, welches mittlerweile zur Tradition geworden ist, haben wir die Jugendfeuerwehr unseres Ortsteils Salzelmen eingeladen. Ein sehr schönes Erlebnis waren dann die strahlenden Kinderaugen, als die Kinder selbst in einem großen Feuerwehrfahrzeug auf unserem Gelände das Blaulicht und die Tonanlage einschalten durften.
  1. Welche Ziele haben Sie sich für die Zukunft gesetzt?
    Wir befinden uns in der Phase des schrittweisen Übergangs, was die Führung des Unternehmens betrifft. Hier soll unser Sohn Frank mit einem jungen Team die Firma die nächsten (hoffentlich) Jahrzehnte leiten. Mein persönliches Ziel ist es, mich nach und nach aus dem operativen Prozess herauszuziehen und wenn möglich drei Dinge zu tun:
  1. Weiter an Entwicklungsthemen arbeiten, auch im Bereich der Mobilität – aber eben anders,
  2. Mich, sofern es die Gesundheit zulässt, auch um das geplante Technologiezentrum kümmern,
  3. Meine Lebensgeschichte und die der Menschen, die mich als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, als Kundin bzw. Kunde und als Zulieferer begleitet haben, schreiben. Den Titel des Buches kann ich schon verraten „Die Magie des blauen Lichts“ (lächelt).

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