“Unser TIGIS Europa im Einsatz” – Zu Besuch in Kühlungsborn

Es ist 7.00 Uhr morgens, Schichtwechsel beim DRK Bad Doberan auf der Rettungswache in Kühlungsborn. 24 Stunden im Einsatz heißt es für die Auszubildenden Vicki, Maria und Notfallsanitäter Dirk. In Vorbereitung auf den Dienst steht als erstes der Check des TIGIS Europa mit ABS-Ausbau und der Medizintechnik an. Über das Touch-Panel im Deckenversorgungscenter werden die Temperatur des Warmhaltefachs und Kühlfachs, die Bedienung des elektrischen Tragetisches für die Stryker M1 Fahrtrage, die Klimaanlage und die Heizung des Patientenraumes sowie die Funktion des Ambiente-Lichtes kontrolliert. Letzteres ist für Maria ein kleines Gimmick mit großer Wirkung. “Mit dem Einstellen der Lieblingsfarbe ist es erheblich leichter geworden, Kinder zu beruhigen, was manchmal auch für die Eltern gilt.” Anschließend werden das Beatmungsgerät Lifebase 3, der Defibrillator C3, die Accuvac Absaugpumpe auf Herz und Nieren geprüft. Für den sicheren und praktischen Transport dieser Geräte sorgt die höhenverstellbare, dreifach AM-Gerätehalterung, die Dirk nicht mehr missen möchte. Nach dem letzten Check des Außenstaufachs, in dem sich der tragbare Tragestuhl und die Vakuummatratze befinden, zeigt uns Dirk seinen Einsatzbereich Kühlungsborn. Zu dieser Jahreszeit ist es hier an der Ostsee relativ ruhig, doch der Schein trügt. “Wir haben einen Einsatz” – ruft Maria aus dem sicheren Patientenraum. Ein Verkehrsunfall auf der Landstraße, vermutet Dirk als er den Standort erfuhr. Doch als wir am Ort des Geschehens eintreffen, war nichts von einem Verkehrsunfall zu sehen. Falscher Alarm? Nein, leider nicht. Es handelte sich um eine leblose Person am Waldesrand. “Hier können wir leider nicht mehr helfen, wir kommen zu spät, ” – sagt uns Vicky beim Einsteigen, um wieder zurück zu fahren.

Es ist Mittag. Zurück in der Rettungswache wird gemeinsam gekocht, gegessen, sich erholt, gelernt und auf das Kommende vorbereitet. Gemütlich ist es in der Rettungswache. Es vermittelt uns fast den Eindruck einer Wohngemeinschaft. Es blieb ruhig auf der Rettungswache, so dass wir noch einiges Interessantes in Erfahrung bringen konnten. So zum Beispiel, dass ihr TIGIS Europa einer der ersten ausgelieferten ist, er bereits viele Konzerte am Strand miterleben durfte und als Ausstellungsstück auf der RETTmobil präsentiert wurde. Ein Grund für die Kaufentscheidung des TIGIS Europa war unter anderem die Möglichkeit eines schnellen Kofferwechsels. “So wird gespart, wenn z.B. das Basisfahrzeug nach einem eventuellen Unfall weiter genutzt werden kann.” – so Herr Kröplin vom DRK Bad Doberan. Zu dem freut sich Herr Kröplin über eine Menge Platz im Patientenraum in dem ihm eine Schwerlasttrage zur Verfügung steht. Die meisten Einsätze in Kühlungsborn werden übrigens aufgrund des Nicht-Einnehmen von Tabletten gefahren. Auf die Frage warum die Patienten ihre regelmäßigen Tabletten nicht nehmen, antworten die Patienten oft: “Es ist doch Urlaub”. 

An diesem Tag gab es für Vicky, Maria und Dirk keine weiteren Einsätze. Die Ambulanz Mobile wünscht dem DRK Bad Doberan, bei ihren durchschnittlich 2600 Einsätzen im Jahr, allzeit gute Fahrt und bedanke sich bei der Rettungswache Kühlungsborn für den Einblick in ihren Alltag. 

Ps.: Die Namen Vicky, Maria und Dirk sind frei erfunden.

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